Reiter Tod und Teufel - Neue Sagen aus dem alten Mauerkirchen

 

 

Die Drachenfalle am Buchberg

 

 

von Heinrich Gabriel Wagner

Heinrich G. Wagner  Die Drachenfalle am Buchberg  in  Reiter Tod und Teufel - Neue Sagen aus dem alten Mauerkirchen
Zeichnung: Heinrich Gabriel Wagner

 

Vor vielen Jahren ging ein Knabe auf dem Buchberg spazieren. Da ein kühler Herbsttag war, fror ihn sehr.

Auf einmal sah er eine hell  erleuchtete Höhle. Der Bub dachte sich, Wanderer hätten hier ein Lagerfeuer gemacht, aber als er immer näher kam, sah er, dass es nur eine kleine Flamme war. Er näherte sich neugierig. Da bemerkte er zu seinem Erstaunen einen feuerroten Rubin und dahinter einen Drachenkopf.
Der Knabe sagte  zu sich: "Hat hier etwa ein König einen Rubin verloren? Ich nehme ihn  besser mit." Aber als er den Rubin nehmen wollte, erhob sich der Kopf des Drachen und flehte den Knaben an: "Zerstöre den Stein und ich werde  dir ewiges Leben und großen Reichtum geben!" Der Knabe überlegte nicht lange und zerschlug den Rubin mit einem Stein. Im gleichen Moment wurden die Hände des Knaben zu Gold, seine Füße spürte er auch nicht mehr. "Da  hast du deinen Lohn - ewiges Leben und großen Reichtum", lachte der Kopf des Drachen höhnisch, "und ich kann wieder zurück in die Unterwelt." Wie der Drache verschwand, zersprang der Knabe in tausende Goldstücke. Wenn man Glück hat, findet man vielleicht bei einem Spaziergang auf dem Buchberg  ein Stück Gold.

 

 

Inhaltsverzeichnis           nächste Geschichte

 

 

Layout & Webdesign: © 2005 Heinrich Wagner

Diese Website wird unterstützt von NOWA für Kinder - Therapeutische Unterrichtsmittel und findefix®