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Nördlich von Mauerkirchen liegt ein kleiner Wald. Die Leute nennen ihn Kirchenholz. Am Rand des Waldes wachsen Himbeeren, Erdbeeren und Brombeeren. Im Dickicht der Waldes kann man viele Tiere, Blumen, Schwarzbeeren und Pilze sehen. Auch heute noch ist der Weg durch das Kirchenholz ein schöner Spazierweg. Eines Tages ging eine Frau in den Wald, um Pilze zu pflücken. Sie war arm, darum verkaufte sie die Pilze im Markt. Als die Frau wieder einmal im Wald war, um Pilze zu sammeln, traf sie ein unheimliches Weib. Es sah wie eine Bettlerin aus. Die Frau fragte ganz erstaunt: "Wer bist du? Dich habe ich hier noch nie gesehen!" " Ich bin nur eine arme Bettlerin", antwortete sie, "aber wer bist du?" "Ich bin eine Pilzepflückerin, die Leute im Markt sagen zu mir "die Arme", sagte sie. Die beiden unterhielten sich lange. Auf einmal fragte die Bettlerin: "Bekomme ich ein paar Pilze, sie sehen so lecker aus, ich werde dir auch etwas schenken." Die arme Frau wollte die Bettlerin nicht beleidigen und willigte ein. Sie gab ihr einige prächtige Pilze. Die Bettlerin überreichte ihr drei bunte Kristalle. Die Frau dachte sich: "Ich werde sie als Andenken behalten, denn sie haben eine schöne Form und bunte Farben." Deshalb bedankte sie sich, schob die Steine ein und ging nach Hause. Plötzlich wurde die Tasche so schwer, dass sie ungläubig hineinschaute. Was sah sie hier? Zu ihrer großen Verwunderung waren die drei Steine zu Gold geworden. Jetzt war die arme Frau reicher als alle zusammen im Markt und sie wurde nur noch "die Reiche" genannt. Aber sie vergaß nie, wie schwer das Leben in der Armut war und half den armen Menschen, so gut sie konnte.
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