Reiter Tod und Teufel - Neue Sagen aus dem alten Mauerkirchen

 

 

Der Fluch des Bettlers

 

 

von Michael Schwarzmaier

Michael Schwarmeier  Der Fluch des Bettlers in Reiter Tod und Teufel - Neue Sagen aus dem alten Mauerkirchen
Zeichnung: Michael Schwarzmaier

 

Vor langer, langer Zeit stand an der Stelle, wo heute  Schloss Spitzenberg ist, eine große Wehrburg. Da lebte ein reicher und  hartherziger Burgbesitzer. Er hatte nur eines im Kopf "Geldverdienen". Eines Tages kam ein Bettler an seine Tür und wollte um Almosen fragen.  Verärgert rief der Burgbesitzer: "Scher dich weg, Bettelmann!" Er holte seine Hunde und verjagte den alten Mann. "Ich verfluche dich, Burgbesitzer!",  schrie der Bettler verzweifelt. Am nächsten Tag, als der Burgherr in seine  Schatzkammer kam, um sich an seinen Schätzen zu erfreuen, war all sein ganzes Gold weg. Da erkannte der Burgherr, dass er wegen seiner Habgier verflucht worden war und er war traurig. Er bereute es, dass er in seinem  Geiz den Bettler so grausam verjagt hatte. Da stand plötzlich der Satan  vor ihm und lachte höhnisch. "Verschreibe mir deine Seele, dann will ich  dir wieder zu deinen Schätzen verhelfen", bot er an.
Der reuige Burgherr  jedoch rief alle Heiligen an und er wurde erhört. Von nun an pochte kein  Bettler mehr vergeblich an seine Tür. Als er alt war, verstarb er friedlich. Heute wohnt die Familie Dachs in einem Schlosse, das an derselben Stelle erbaut wurde und der Burgherr spukt nicht, weil er seine Ruhe gefunden hat.

 

 

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