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Es war ein schöner Frühlingstag. Die vier Kinder Melanie, Daniela, Karin und Amra, die in Mauerkirchen wohnten, verabredeten sich zum Spielen. Karin fragte ihre Freundinnen: "Wollen wir heute auf den Romaniberg gehen und Verstecken spielen?" Melanie, Daniela und Amra antworteten: "Ja, das ist eine gute Idee, wir gehen mit dir." Die vier Mädchen trafen sich bei Amra. Sie gingen los. Daniela rief den anderen zu: "Seht dort, die ersten Blumen, und wie gut es hier riecht!" Als sie auf dem Romaniberg angekommen waren, begannen sie ihr Spiel. Plötzlich schrie Karin: "Schaut her! Ich habe etwas entdeckt. Da geht ja eine Höhle in den Berg hinein." Die anderen stürmten ungläubig herbei. Sie hatten doch schon so oft hier gespielt und noch nie etwas von einer Höhle bemerkt. Melanie rief laut: "Wollen wir in die Höhle hineingehen?" "Ja!", antworteten die anderen neugierig. Sie machten sich auf den Weg. Dumpf und modrig roch es hier. Ab und zu huschte eine Ratte über den Weg und erschreckte die Kinder. Als sie ein Stück gegangen waren, erschien plötzlich eine unheimliche Gestalt. Die Mädchen riefen laut: "Hilfe, Hilfe ein Geist!" Sie wollten weglaufen, aber der Geist sprach ruhig: "Fürchtet euch nicht, ich will euch nichts zu Leide tun." Die Kinder beruhigten sich. Der Geist sprach weiter: "Wenn ihr mir helfen wollt, dann nehmt diese Münzen, die hier in dieser Truhe liegen. Ich habe vor unheimlich langer Zeit in diesem Ort gelebt und war ein geiziger und habgieriger Mensch. Wenn ich jemandem meine Schätze schenken kann, werde ich endlich eine Ruhe finden." Erstaunt sahen die Kinder diese seltsamen Münzen an. Sie brachten den Schatz in den Ort. Einige gelehrte Leute stellten fest, dass es alte römische Münzen waren. Leider weiß man heute nicht mehr, wo sich diese Münzen befinden. Auch die Höhle hat niemand mehr gefunden.
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